Herz-, Kreislauf-, Gefäßerkrankungen und Psychokardiologie
Herz-Kreislauf Reha und psychokardiologische Reha
Herz-, Kreislauf- oder Gefäßerkrankungen können die körperliche Belastbarkeit, das seelische Wohlbefinden und die Teilhabe am beruflichen sowie gesellschaftlichen Leben deutlich beeinträchtigen. Eine medizinische Rehabilitation kann dabei helfen, die Leistungsfähigkeit schrittweise wieder aufzubauen und Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung zu gewinnen.
Viele Betroffene wissen nicht, dass sie unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf eine Reha haben und ihre Reha-Klinik selbst wählen können. Eine individuell abgestimmte Rehabilitation kann dazu beitragen, die Gesundheit zu stabilisieren, die Lebensqualität zu verbessern und die Rückkehr in den Alltag und das Berufsleben zu unterstützen.
Die Klinik Roderbirken begleitet Menschen mit Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen sowie psychokardiologischen Belastungen auf ihrem Weg zurück zu mehr Belastbarkeit und Lebensqualität. Das umfassende Diagnostik- und Therapieangebot berücksichtigt sowohl die körperlichen als auch die seelischen Auswirkungen einer Herzerkrankung.
Sie wissen bereits, dass Sie Anspruch auf eine Reha haben und die Klinik Roderbirken die Reha-Klinik Ihrer Wahl ist?
Im Folgenden finden Sie Formularpakete für die Beantragung einer medizinischen Rehabilitation:
Antragspakete der Deutschen Rentenversicherung.
Alternativ können Sie das Formular G0100 (Antrag auf Leistungen zur Teilhabe für Versicherte) auch online ausfüllen.
Auf dieser Seite erfahren Sie, wann eine Reha sinnvoll ist, wie die Antragstellung funktioniert und welche Möglichkeiten Ihnen die Klinik Roderbirken bietet.
Die Themen im Überblick:
Habe ich Anspruch auf eine Reha?
Viele Menschen verbinden eine Rehabilitation zunächst mit einer Behandlung nach einem Krankenhausaufenthalt oder einer Operation. Dabei kann eine medizinische Reha auch dann sinnvoll sein, wenn Herz-, Kreislauf- oder Gefäßerkrankungen die Belastbarkeit im Alltag oder Berufsleben einschränken.
Versicherte der Sozialversicherung haben grundsätzlich Anspruch auf medizinische Leistungen, die darauf ausgerichtet sind, die Gesundheit zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen. Dazu kann auch eine medizinische Rehabilitation gehören.
In der Regel kann eine Reha nach vier Jahren erneut beantragt werden, sofern weiterhin gesundheitliche Beeinträchtigungen bestehen. In begründeten Fällen sind auch kürzere Abstände möglich.
Die Beantragung erfolgt in Zusammenarbeit mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt. Informationen zum Ablauf und zu den notwendigen Unterlagen finden Sie im Abschnitt „Wie beantrage ich eine Reha?“.
Eine kardiologische und psychokardiologische Rehabilitation kommt beispielsweise nach einem Herzinfarkt, bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Bluthochdruck, Herzklappenerkrankungen oder bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit begleitender psychischer Belastung infrage.
Ziel der Behandlung ist es, die körperliche Leistungsfähigkeit zu stabilisieren oder zu verbessern, Beschwerden gezielt zu lindern und den Umgang mit der Erkrankung im Alltag nachhaltig zu stärken.
Für welche Beschwerden kann eine Reha sinnvoll sein?
In der Klinik Roderbirken werden Erkrankungen des Herz-Kreislauf- und Gefäßsystems sowie damit verbundene Funktions- und Belastungsstörungen behandelt. Die Rehabilitation richtet sich an Menschen, die im Alltag oder Berufsleben durch ihre Herz- oder Kreislauferkrankung eingeschränkt sind.
Zu den häufigsten Indikationen für eine kardiologische Rehabilitation in der Klinik Roderbirken gehören:
- Erkrankungen der Herzkranzgefäße, z. B. koronare Herzkrankheit
- Zustand nach Herzinfarkt oder Angina pectoris
- Zustand nach Stent-Implantation oder perkutaner Koronarintervention (PCI)
- Herzrhythmusstörungen, insbesondere bei erforderlicher Überwachung oder noch nicht optimaler medikamentöser Einstellung
- Zustand nach Herz-, Gefäß- oder Herztransplantationsoperationen sowie nach Implantation von Herzschrittmachern oder Defibrillatoren
- Entzündliche Herzerkrankungen wie Myokarditis, Endokarditis oder Perikarditis im postakuten Verlauf
- Arterielle Hypertonie und Herzinsuffizienz
- Kardiomyopathien
- Periphere arterielle Verschlusskrankheit
- Zustand nach Lungenembolie
- Hypotonie und orthostatische Dysregulation
- Chronische Erschöpfungszustände im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern (EMAH)
- Die psychokardiologische Betreuung berücksichtigt dabei auch seelische Belastungen, die im Zusammenhang mit einer Herzerkrankung auftreten können.
Welche Therapien und Behandlungen gibt es?
In der Klinik Roderbirken erhalten Sie einen individuell abgestimmten Therapieplan, der sich an Ihrer körperlichen Belastbarkeit sowie den medizinischen Erfordernissen Ihrer Erkrankung orientiert. Ziel der Behandlung ist es, die körperliche Leistungsfähigkeit zu stabilisieren oder zu verbessern und gleichzeitig das allgemeine Wohlbefinden nachhaltig zu fördern.
Das Therapieangebot basiert auf einem interdisziplinären Ansatz und umfasst unter anderem:
- Sport- und Bewegungstherapie
- Physiotherapie
- Kraft- und Ausdauertraining
- Ernährungsberatung
- Psychologische Einzel- und Gruppentherapie sowie Entspannungsverfahren
- Sozial-, Berufs- und Rehaberatung
- Schulungsangebote zur Krankheitsbewältigung und Gesundheitsbildung
Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte sowie Therapeutinnen und Therapeuten arbeiten dabei eng zusammen, um eine leitliniengerechte und zielorientierte Rehabilitation sicherzustellen. Der Behandlungsplan wird kontinuierlich an den individuellen Verlauf angepasst und gemeinsam mit den Rehabilitandinnen und Rehabilitanden weiterentwickelt.
Wie funktioniert das Wunsch- & Wahlrecht?
Im Rahmen des Wunsch- und Wahlrechts können Sie in der Regel selbst entscheiden, in welcher Reha-Klinik Ihre Behandlung stattfinden soll. Sie sind dabei nicht an die zuerst vorgeschlagene Einrichtung gebunden und können Ihre bevorzugte Klinik bereits im Reha-Antrag angeben.
Voraussetzung ist, dass die gewählte Klinik zu Ihrem Krankheitsbild passt und die erforderlichen Behandlungsschwerpunkte im Bereich der Herz-, Kreislauf- und Gefäßerkrankungen sowie der Psychokardiologie anbietet.
Neben medizinischen Kriterien können auch persönliche Aspekte wie die Lage oder das Umfeld der Klinik in Ihre Entscheidung einfließen.
Wenn Sie Ihre Rehabilitation in der Klinik Roderbirken durchführen möchten, unterstützen wir Sie gerne mit den entsprechenden Formularen zum Wunsch- & Wahlrecht-Formularen im Antragsprozess.
Wie läuft eine Reha in der Klinik Roderbirken ab?
Nach Ihrer Anreise werden Sie in der Klinik Roderbirken herzlich empfangen und beginnen Ihre Rehabilitation mit einem Aufnahmegespräch. Dabei werden Ihre gesundheitliche Situation sowie Ihre persönlichen Ziele gemeinsam besprochen.
Auf dieser Grundlage wird Ihr individueller Therapieplan erstellt, der aus verschiedenen Behandlungen, Trainings und Anwendungen besteht. Diese sind über den Tag verteilt organisiert und werden kontinuierlich an Ihren Verlauf und Ihre Fortschritte angepasst.
Während Ihres Aufenthalts wohnen Sie in komfortablen Einzelzimmern, die Ihnen Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten bieten. Alle Zimmer sind mit Bad, TV, Telefon sowie weiteren Annehmlichkeiten ausgestattet. Für Begleitpersonen stehen bei Bedarf begrenzt Doppel- bzw. Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Für Ihr leibliches Wohl sorgt eine ausgewogene und gesunde Verpflegung, die auf unterschiedliche Bedürfnisse abgestimmt ist und Ihre Genesung unterstützt.
Neben dem Therapieprogramm bleibt ausreichend Zeit für Erholung und Freizeit. Innerhalb der Klinik stehen Ihnen vielfältige Angebote zur Verfügung, ebenso laden die Umgebung und die Natur zu Spaziergängen und aktiver Erholung ein. Auch Besuche von Angehörigen sind grundsätzlich möglich und können Ihren Aufenthalt begleiten.
Wie beantrage ich eine Reha?
Ihr Antrag für eine medizinische Rehabilitation
Eine medizinische Rehabilitation ist eine geplante stationäre oder ambulante Reha-Maßnahme, die von Ihnen selbst beantragt werden kann, um Ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen.
Nachfolgend haben wir Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Beantragen einer Rehabilitation zusammengestellt.
1. Antrag ausfüllen
Füllen Sie den Antrag auf Rehabilitation aus. Im Folgenden finden Sie Formularpakete für die Beantragung einer medizinischen Rehabilitation: Antragspakete der Deutschen Rentenversicherung.
Sie können Ihren Reha-Antrag auch ganz bequem online stellen und die Vorteile der elektronischen Antragstellung der Deutschen Rentenversicherung nutzen. Der Antrag kann jederzeit zwischengespeichert und Nachweise (wie Befundberichte, Gutachten, Formular Wunsch- und Wahlrecht) digital hochgeladen werden. Hier kommen Sie zu dem e-Service der Deutschen Rentenversicherung.
2. Befundbericht oder Gutachten anfordern
Fügen Sie den Befundbericht oder das Gutachten Ihres Hausarztes bei. Damit beschleunigen Sie das Verfahren.
Bei den Rentenversicherungsträgern lassen die Versicherten von ihrer behandelnden Ärztin, ihrem behandelnden Arzt, Betriebsärztin oder Betriebsarzt einen Befundbericht erstellen, den sie gemeinsam mit dem Antrag einreichen. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf die Erstellung des Berichtes an.
Ausnahme: Bei Versicherten der Deutschen Rentenversicherung Westfalen wird ein medizinisches Gutachten erstellt. Dieses wird von der Stelle, bei der der Antrag eingeht, oder vom Rentenversicherungsträger in Auftrag gegeben. Hier gelangen Sie direkt zur Rehabilitations-Gutachter-Suche.
3. Reichen Sie den Reha-Antrag bei Ihrem Kostenträger ein
Senden Sie Ihren Antrag an den Kostenträger Ihrer Rehabilitation. Dies kann zum Beispiel die Deutsche Rentenversicherung (e-Service der Deutschen Rentenversicherung) sein. Der Kostenträger prüft die Notwendigkeit einer Rehabilitation. Er muss über den Antrag spätestens nach drei Wochen entscheiden.
Wenn Sie den Reha-Antrag versehentlich beim falschen Kostenträger eingereicht haben, ist dieser verpflichtet, diesen innerhalb von 14 Tagen an den zuständigen Kostenträger weiterzuleiten und Sie darüber zu informieren.
4. Medizinische Beurteilung abwarten
Warten Sie die Beurteilung ab. Der sozialmedizinische Dienst Ihres Rentenversicherungsträgers entscheidet, ob Ihre Rehabilitation medizinisch notwendig ist oder veranlasst eine weitere ärztliche Untersuchung. Bei Erwerbstätigen ohne Berufskrankheit oder Versorgungsleiden ist die Rentenversicherung zuständig.
5. Auswahl Ihrer Rehaklinik
Treffen Sie Ihre Auswahl. Wenn alle Voraussetzungen vorliegen, wird entsprechend der Diagnose eine geeignete Rehaklinik ausgesucht und die Dauer der Rehabilitation festgelegt.
Sie möchten eine Reha in unserer Klinik Roderbirken machen? Dann nutzen Sie Ihr Wunsch- und Wahlrecht!
6. Informationen über Bewilligung weitergeben
Informieren Sie bitte Ihren Arbeitgeber und Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn Ihre Rehabilitation bewilligt wurde.
Wenn Sie die schriftliche Zusage durch Ihren Leistungsträger erhalten haben, setzen Sie sich bitte erst 14 Tage nach Erhalt bezüglich des Beginns Ihrer Rehabilitation mit unserem Patientenmanagement in Verbindung. So kann sichergestellt werden, dass unserem Patientenmanagement ebenfalls alle Unterlagen vorliegen.
FAQ
Füllen Sie den Antrag auf medizinische Rehabilitation (Formular G0100 – Leistungen zur Teilhabe) aus. Im Folgenden finden Sie Formularpakete für die Beantragung einer medizinischen Rehabilitation: Antragspakete der Deutschen Rentenversicherung.
Sie können Ihren Reha-Antrag auch ganz bequem online stellen und die Vorteile der elektronischen Antragstellung der Deutschen Rentenversicherung nutzen. Der Antrag kann jederzeit zwischengespeichert und Nachweise (wie Befundberichte, Gutachten, Formular Wunsch- und Wahlrecht) digital hochgeladen werden. Hier kommen Sie zu dem e-Service der Deutschen Rentenversicherung.
Bei den Rentenversicherungsträgern lassen die Versicherten von ihrer behandelnden Ärztin, ihrem behandelnden Arzt, Betriebsärztin oder Betriebsarzt einen Befundbericht erstellen, den sie gemeinsam mit dem Antrag einreichen. Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf die Erstellung des Berichtes an.
Ausnahme: Bei Versicherten der Deutschen Rentenversicherung Westfalen wird ein medizinisches Gutachten erstellt. Dieses wird von der Stelle, bei der der Antrag eingeht, oder vom Rentenversicherungsträger in Auftrag gegeben.
Treffen Sie Ihre Klinik-Auswahl – gerne auch schon direkt beim Antrag. Wenn alle Voraussetzungen vorliegen, wird entsprechend der Diagnose eine geeignete Rehaklinik ausgesucht und die Dauer der Rehabilitation festgelegt.
Sie möchten eine Reha in unserer Klinik Roderbirken machen? Dann nutzen Sie Ihr Wunsch- und Wahlrecht!
Eine medizinische Reha kann beantragt werden, wenn gesundheitliche Einschränkungen vorliegen und die Maßnahme dazu beitragen kann, Ihre Gesundheit, Erwerbsfähigkeit oder Selbstständigkeit zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen. Die medizinische Notwendigkeit wird durch ärztliche Unterlagen nachgewiesen und vom zuständigen Leistungsträger geprüft.
Eine medizinische Reha ist eine geplante Rehabilitationsmaßnahme, die Sie selbst beantragen, wenn Ihre Gesundheit oder Leistungsfähigkeit durch eine Erkrankung beeinträchtigt ist. Eine Anschlussrehabilitation (AHB) ist eine besondere Form der medizinischen Reha, die direkt nach einem Krankenhausaufenthalt – beispielsweise nach einer Operation oder schweren Erkrankung – beginnt und in der Regel vom Sozialdienst des Krankenhauses organisiert wird.
Die Wartezeit bis zum Beginn einer medizinischen Reha hängt von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise von der Bewilligung durch den Leistungsträger, der gewählten Rehaklinik und der aktuellen Auslastung. Für Informationen zu den aktuellen Wartezeiten können Sie sich direkt an die gewünschte Rehaklinik wenden.
Die Klinik Roderbirken ist ausgezeichnet.